Freitag, 7. Oktober 2022
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    Die Grü­nen Saar for­dern eine Pho­to­vol­ta­ik-Pflicht nach rhein­land­pfäl­zi­schem Vorbild

    Der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien im hinkt den Erfor­der­nis­sen weit hin­ter­her. Wäh­rend sich die jähr­li­che Zubau­ra­te im Bun­des­ge­biet seit 2017 fast ver­dop­pelt hat, sta­gniert der Aus­bau im Saar­land seit 2015 auf nied­ri­gem Niveau. Es besteht also drin­gen­der Handlungsbedarf.

    In Rhein­land-Pfalz muss ab 2023 auf gewerb­lich genutz­ten Neu­bau­ten mit mehr als 100 Qua­drat­me­tern Nutz­flä­che sowie auf gewerb­lich genutz­ten neu­en Park­plät­zen ab 50 Stell­plät­zen eine Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge instal­liert wer­den. Die Rege­lun­gen sind dabei so aus­ge­wo­gen gestal­tet, dass ein wirt­schaft­li­cher Betrieb der Anla­gen mög­lich ist. Die Saar hal­ten eine ähn­li­che gesetz­li­che Rege­lung im Saar­land für geeig­net und not­wen­dig. Mit Blick auf die zum Aus­bau rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie im Saar­land appel­lie­ren die Saar­land an die Lan­des­re­gie­rung, noch in die­sem Jahr ein ent­spre­chen­des Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren anzu­sto­ßen. Die öffent­li­che Hand soll­te hier­bei ihrer Vor­bild­funk­ti­on gerecht wer­den. Neben den Ankün­di­gun­gen zum Aus­bau von PV-Anla­gen auf öffent­li­chen Gebäu­den soll­ten auch Park­plät­ze in öffent­li­chem Besitz mit Solar­dä­chern bestückt wer­den, so wie das beim neu­en Park­haus der Stadt­wer­ke Saar­brü­cken nach Inter­ven­ti­on der Grü­nen rea­li­siert wurde.

    Gera­de Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen über Park­plät­zen bie­ten vie­le Vor­tei­le. So müs­sen kei­ne zusätz­li­chen Flä­chen ver­sie­gelt wer­den und die Anla­gen erhö­hen als Wit­te­rungs­schutz den Kom­fort für Park­platz­nut­zen­de. Das ablau­fen­de Regen­was­ser kön­ne zudem auf­ge­fan­gen und zur Bewäs­se­rung im unmit­tel­ba­ren Umfeld genutzt wer­den. Die Saar ver­spre­chen sich davon auch posi­ti­ve Effek­te für das Mikro­kli­ma im Umfeld von Park­plät­zen. Der Spre­cher der LAG Bau­en-Pla­nen-Woh­nen, Hanko Zachow erläu­tert hier­zu: “Mes­sun­gen auf asphal­tier­ten Flä­chen, bei­spiels­wei­se am Gro­ßen Markt in , haben gezeigt, dass sich Park­plät­ze im schnell auf über 60 Grad auf­hei­zen kön­nen. Durch die zusätz­li­che Beschat­tung kön­nen die­se Hit­ze­in­seln ent­schärft wer­den. Auch die Auf­hei­zung in abge­stell­ten Fahr­zeu­gen wird dadurch erheb­lich verringert.”

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