Dienstag, 4. Oktober 2022
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    Stadt Blies­kas­tel erar­bei­tet gemein­sam mit Jugend­li­chen Per­spek­ti­ve für Jugend­zen­trum P‑Werk

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    Saarland Today Redaktionen

    Gut 25 Jah­re ist es nun schon her, dass die Stadt den Blies­kas­te­ler Jugend­li­chen eige­ne Räu­me für ein selbst­ver­wal­te­tes Jugend­zen­trum zur Ver­fü­gung gestellt hat. Mit des Aus­bil­dungs­zen­trum Bur­bach (heu­te ZBB) hat­te die Stadt damals das aus dem Jah­re 1952 stam­men­de Kan­ti­nen­ge­bäu­de der ehe­ma­li­gen Post­werk­statt reno­viert und die Über­las­sung zur Nut­zung in einem Nut­zungs­ver­trag mit dem Ver­ein Jugend­zen­trum in Selbst­ver­wal­tung P‑Werk ver­ein­bart. Die­ser Nut­zungs­ver­trag sieht eine zwar miet­freie Nut­zung aber die Über­nah­me der lau­fen­den Ener­gie und sons­ti­gen Betriebs­kos­ten durch den Jugend­zen­trums­ver­ein vor. Die Jugend­li­chen erwirt­schaf­ten die­se Betriebs­kos­ten durch Ein­nah­men aus Ver­an­stal­tun­gen und Getränkeverkauf.

    Hoher Sanie­rungs­be­darf

    Inzwi­schen erfüllt ins­be­son­de­re der älte­re, in Holz­rah­men­kon­struk­ti­on mit Ein­fach­ver­gla­sung errich­te­te Gebäu­de­teil (Café) ener­ge­tisch nicht mehr auch nur annä­hernd heu­ti­ge Stan­dards, wes­halb vor allem die Heiz­kos­ten kon­ti­nu­ier­lich gestie­gen sind. Allein im Jahr 2018 muss­te der Ver­ein für die über 33.000 Kilo­watt­stun­den an Ener­gie für Strom und Gas über 3.000 € auf­brin­gen. Zwar wur­de ana­log zu dem Erlass von Nut­zungs­ent­gel­ten für Ver­ei­ne wäh­rend der Pan­de­mie­zeit auch dem JUZ die Erstat­tung der Neben­kos­ten erlas­sen, um aber die mit­tel- und län­ger­fris­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen einer Wei­ter­nut­zung zu klä­ren, wur­de ein in ansäs­si­ges Inge­nieur­bü­ro beauf­tragt, den Sanie­rungs­auf­wand bzw. die Wirt­schaft­lich­keit einer Gebäu­de­sa­nie­rung über­haupt zu über­prü­fen. Der Gut­ach­ter kommt in sei­ner Zusam­men­fas­sung zu dem Schluss, dass “… sich das in einem sehr schlech­ten bau­li­chen Zustand(befindet)” und eine Kern­sa­nie­rung erfor­der­lich sei. Die Kos­ten einer Teil­sa­nie­rung bezif­fert er (Stand Früh­jahr 2021) auf rund 1,15 Euro brut­to, die Kos­ten eines Neu­baus ver­gleich­ba­rer Grö­ße schätzt er auf 1,31 Mil­lio­nen Euro.

    Per­spek­ti­ven für die Zukunft gemein­sam entwickelt

    Die des Gut­ach­tens wur­den von der für die Jugend­zen­tren zustän­di­gen Beauf­trag­ten für Kin­der und Jugend­li­che, Vera Wey­er, und dem für Sozia­les zustän­di­gen Bei­geord­ne­ten Gui­do Frei­din­ger dem Vor­stand des Jugend­zen­trumver­eins erläu­tert. In einem im August letz­ten Jah­res statt­ge­fun­de­nen “Ideen­la­bor”, setz­ten sich die Ver­eins- Jugend­li­chen mit ver­schie­de­nen Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven aus­ein­an­der. Wegen der Stand­ort­vor­tei­le prä­fe­rie­ren sie anstatt einer Total­sa­nie­rung an Ort und Stel­le (Schlie­ßung wäh­rend der Umbau­zeit) und eines kom­plet­ten Neu­baus an ande­rer Stel­le, für eine Teil­sa­nie­rung des Café­teils und Bei­be­hal­tung des (bau­lich bes­se­ren) Ver­an­stal­tungs­raums. Inzwi­schen hat die Ver­wal­tung eine Kos­ten­er­mitt­lung für die­se Vari­an­te einer Teil­sa­nie­rung als Ergän­zung zu dem ursprüng­li­chen Auf­trag ver­ge­ben. “Für die Rea­li­sie­rung die­ser Vari­an­te müss­ten dann die ent­spre­chen­den Mit­tel in den nächs­ten Jah­ren im Haus­halt der Stadt ein­ge­stellt wer­den”, so der Bei­geord­ne­te. “Um bis dahin den Wei­ter­be­trieb des Jugend­zen­trums zu ermög­li­chen, haben wir Anfang des Jah­res zunächst für rund 14.000 € die Betriebs­si­cher­heit des Bestands­ge­bäu­des wie­der­her­ge­stellt. Des Wei­te­ren wird dem Stadt­rat im Herbst die­ses Jah­res eine Ände­rung des Nut­zungs­ver­tra­ges vor­ge­schla­gen, wonach auf­grund des schlech­ten ener­ge­ti­schen Gesamt­zu­stan­des des Gebäu­des der Ver­ein nur noch ein Drit­tel der Neben­kos­ten selbst über­neh­men soll. Schließ­lich wur­de mit dem Vor­stand ver­ein­bart, dass — um einen zur Ein­spa­rung von Gas zu leis­ten — mit Beginn der bevor­ste­hen­den Heiz­pe­ri­ode auf die Nut­zung des Cafés ver­zich­tet wer­den soll. DIE JUZ-Akti­vi­tä­ten sol­len sich dann auf den inzwi­schen auch mit einer Lüf­tungs­an­la­ge aus­ge­stat­te­ten Ver­an­stal­tungs­raum beschrän­ken. Wir bedan­ken uns an die­ser Stel­le aus­drück­lich bei Lara Ens­lin, die für den Ver­eins­vor­stand und Wieb­ke Klein von JUZ United für die kon­struk­ti­ven Gesprä­che”, so der Bei­geord­ne­te abschließend.

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