Sonntag, 7. August 2022
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Rehlinger auf Sommertour: Saarland ist Motor der grenzüberschreitenden Partnerschaft

besuch bei street buzz // foto: saarland/oliver dietze
besuch bei street buzz // foto: saarland/oliver dietze

Ministerpräsidentin Rehlinger hat ihre Sommertour am Mittwoch (27. Juli) im Regionalverband Saarbrücken fortgesetzt. Am vorletzten Tag der Tour dreht sich alles um grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Rehlinger: „Solidarität mit unseren europäischen Nachbarn ist in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je. Die tief gewachsene Freundschaft in der Großregion stiftet Zusammenhalt und hilft durch grenzüberschreitende Kooperationen und Ausbildung auch bei der Bewältigung des Strukturwandels.“ 

Am Morgen besuchte Rehlinger die Dependance der Robotix-Academy am ZeMA in Saarbrücken. Die „Robotix-Academy“ ist ein grenzüberschreitendes Forschungscluster für industrielle Robotik und Mensch-Roboter-Kooperation. Projektpartner sind die Universitäten Liège, Luxembourg und Lorraine sowie der Umwelt-Campus Birkenfeld der Uni Trier. Im Rahmen des Projekts kamen bisher über 44.000 Teilnehmende bei 430 Veranstaltungen zusammen, beispielsweise bei der Robotix-Vorlesung, der wissenschaftlichen Konferenz RACIR, der Summer School oder der Roadshow. Zum Angebot gehörten auch über 60 Schüler-Workshops, bei denen mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler ihre Begeisterung für MINT-Fächer entdecken konnten. Rehlinger sprach mit Projektleiter Dr. Ali Kanso nicht nur über den Forschernachwuchs von morgen, sondern auch über konkrete Perspektiven für weitere grenzüberschreitende Forschungskooperationen. 

In Kleinblittersdorf stand für Rehlinger ein ausgiebiger Rundgang bei der Streetbuzz Distribution GmbH auf dem Programm. Das weltweit agierende Unternehmen vertreibt Bau- und Ersatzteile für Zweitakt-, Viertakt- und Schaltmopeds sowie für Vespa und Classic-Roller und in diesen Bereichen auch zwei Eigenmarken, die am Standort in Kleinblittersdorf entwickelt werden. Vom dortigen Lager- und Versandstützpunkt gehen etwa 70 Prozent der Sendungen nach Frankreich, 20 Prozent nach Deutschland und zehn Prozent verteilen sich auf bis zu 70 Länder weltweit. Die Produktpalette beinhaltet knapp 90.000 Artikel, die über einen Webshop bestellt werden können. Derzeit werden ca. 1.500 Pakete am Tag versandt. Rehlinger warf einen Blick in den kürzlich eröffneten Shop, machte sich im Lager- und Versandbereich ein Bild über die Abläufe, konnte in der Entwicklungswerkstatt den Mitarbeitenden über die Schulter schauen und informierte sich in der Unternehmensverwaltung sowie im Wareneinkauf über die eingespielten Prozesse. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 67 Mitarbeitende, von denen jeweils die Hälfte aus Deutschland und Frankreich stammt. „Die Streetbuzz Distribution GmbH ist ein gutes Beispiel für erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Hier wird die deutsch-französische Partnerschaft jeden Tag gelebt, denn es sind eben vor allem auch die persönlichen Kontakte, die aus Fremden Freunde werden lassen“, findet Rehlinger. 

Von Kleinblittersdorf ging es zurück nach Saarbrücken zum 2005 gegründeten Verein Russisches Haus e.V., der Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte und Tagungen organisiert. Im vereinseigenen Schrebergarten sprach Rehlinger mit Vereinsmitgliedern auch über Putins Angriffskrieg in der Ukraine. Der Verein hatte sich früh kritisch zum Vorgehen des russischen Präsidenten geäußert und aktiv ukrainischen Geflüchteten Hilfe angeboten. Die aktuell angebotenen Sprachkurse für Ukrainerinnen und Ukrainer werden sehr gut angenommen. Rehlinger zeigt sich beeindruckt vom zivilgesellschaftlichen Einsatz der Vereinsmitglieder: „Hier wird ganz deutlich: Der russische Präsident steht nicht für das Volk. Der Aggressor ist Putin, nicht Russinnen und Russen. Ich bin dem Verein sehr dankbar für die klare Haltung zu Putins brutalem Angriffskrieg und die große Hilfsbereitschaft. Das zeigt einmal mehr, dass wir im Saarland zusammenhalten – und fest an der Seite der Ukraine stehen!“

Tag Sieben der Sommertour endete nach einer grenzüberschreitenden Wanderung und anschließender Gesprächsrunde mit dem Jungen Europäischen Föderalisten Landesverband Saar e.V. auf den Spicherer Höhen. Die Jungen Europäischen Förderlisten (JEF) sind ein transnationaler, europäischer und überparteilich europapolitisch aktiver Jugendverband mit über 30.000 Mitgliedern in mehr als 30 europäischen Ländern. Die JEF tritt für eine umfassende Reform der EU hin zu mehr Demokratie, Bürgernähe, Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit ein. Neben zahlreichen politischen Zielen versucht der Verband auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene mit Veranstaltungen, Workshops und Seminaren das europäische Bewusstsein junger Menschen zu fördern. Die JEF-Saar engagiert sich insbesondere für die guten Beziehungen in der Großregion SaarLorLux und organisiert in regelmäßigen Abständen grenzüberschreitende Projekte. Beim Austausch mit den Teilnehmenden waren die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ebenso Gesprächsthema wie aktuelle europapolitische Entwicklungen. Rehlinger machte dabei deutlich: „Das Saarland ist und bleibt Motor der grenzüberschreitenden Partnerschaft. Gemeinsam mit unseren Freunden in Frankreich und Luxemburg wollen wir die Großregion zu einer Fortschritts- und Zukunftsregion weiterentwickeln. Egal ob es um Umwelt, Mobilität, Energie, Wirtschaft oder Digitalisierung, geht: Wir werden die Transformationsprozesse gemeinsam angehen.“

Fotos © Oliver Dietze

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