Montag, 15. August 2022
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Ökologische Verkehrswende fest im Blick – Ministerin Berg zu ÖPNV-Projekten der Landesregierung und der Kritik des Verkehrsclubs  

Symbolfoto - © Pixabay
Symbolfoto – © Pixabay

Mit Staunen hat Mobilitätsministerin Petra Berg auf die Kritik des Verkehrsclub Deutschland (VCD) reagiert, die saarländische Landesregierung habe in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit verkehrspolitisch zu wenig getan. Insbesondere seien keine Fortschritte bei der Reaktivierung und Elektrifizierung der Bahnstrecken zu erkennen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans ÖPNV, der insbesondere klare Aussagen zum Schienennahverkehr enthält“, so die Ministerin.

Neben dem erfolgreichen Start des landesweiten PlusBus- und ExpressBus Netzes, liege der Schwerpunkt aktuell auf den Themen Reaktivierung von Schienenstrecken und S-Bahn-Netz Saarland. Die vom Ministerium beauftragten Planungsbüros untersuchen zurzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie alle für eine Reaktivierung im Verkehrsentwicklungsplan identifizierten Strecken (Rosseltal, Bisttal, Primstal, Merzig – Losheim und Blieskastel – Homburg). „Auf Basis der Machbarkeitsstudie entscheidet sich dann, ob ein Reaktivierungsprojekt die Voraussetzungen zur Förderung durch den Bund erfüllt. Diese Förderung in Höhe von bis zu 90% ist zwingende Voraussetzung, um im Saarland Strecken zu reaktivieren“, erklärt Berg. „Dass dieses Projekt nicht in 100 Tagen abzuschließen ist, müsste auch dem VCD klar sein.“ 

Parallel zur Machbarkeitsstudie wird aktuell eine Betriebs- und Fahrplanstudie durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob und wie eine Taktverdichtung im saarländischen Schienennahverkehr erfolgen kann, hin in Richtung eines S-Bahn-Netzes.

Berg: „Beim Thema Elektrifizierung scheint der VCD den Adressaten verwechselt zu haben, denn alle zu Recht angesprochenen Defizite in der Infrastruktur (Mainz, Karlsruhe, Strasbourg, Bouzonville) befinden sich bekanntermaßen nicht im Saarland. Das Saarland ist nicht verantwortlich für die Schieneninfrastruktur in Rheinland-Pfalz oder der Région Grand Est. Trotz bekannter und bestehender Mängel in der Netzinfrastruktur des Bundes, setzt das Saarland jedoch seine Klimaschutzstrategie im Schienenverkehr fort. Wir ersetzen Zug um Zug Dieselverkehre durch Batterieelektrische Fahrzeuge oder Hybrid-Fahrzeuge.“

So werden alle grenzüberschreitenden Verkehre nach Frankreich zukünftig im Saarland elektrisch betrieben. Die Verkehre im Niedtal und durch den Bliesgau nach Zweibrücken (Regionalbahn 68) werden zukünftig mit neuen Batterieelektrischen Fahrzeugen erbracht. Für die aktuell noch mit Dieselfahrzeugen betriebene RB 72 von Saarbrücken nach Lebach wurde der Auftrag zur Umrüstung von 6 rein elektrischen Triebfahrzeugen in Batterieelektrische Triebfahrzeuge erteilt.

Das Land investiert massiv in neue, lokal emissionsfreie Fahrzeuge. Damit wird ab Dezember 2026 nur noch der RE 3 von Saarbrücken nach Frankfurt mit Diesel fahren. Alle anderen Zugverkehre werden dann elektrisch erfolgen.

Ministerin Berg: „Die saarländische Landesregierung zeigt also nicht nur Interesse am Thema Klimaschutz, sondern ist dabei, durch ganz konkrete Projekte Stück für Stück die ökologische Verkehrswende zu gestalten. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch die vielen Tausend Kundinnen und Kunden, die täglich im Saarland mit Bus und Bahn unterwegs sind.“

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