Montag, 15. August 2022
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Synergien heben und die Region stärken: Rehlinger und Schweitzer im Austausch

bei einem sportlichen duell treten saarlands ministerpräsidentin anke rehlinger und der rheinland pfälzische arbeitsminister alexander schweitzer beide spd im diskuswurf und basketball gegeneinander an
bei einem sportlichen duell treten saarlands ministerpräsidentin anke rehlinger und der rheinland pfälzische arbeitsminister alexander schweitzer beide spd im diskuswurf und basketball gegeneinander an

Auf den sportlichen Schlagabtausch folgte der inhaltliche Austausch: Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und der rheinland-pfälzische Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer haben sich am Samstag (23. Juli 2022) auf dem Sportplatz des ATSV Saarbrücken getroffen. Nach Diskurswurf und Basketball ging es um regionale Stärken und länderübergreifende Zusammenarbeit.

Anlass der sportlichen Begegnung war die Ankündigung Rehlingers, eine Umzugsprämie für Zuzügler ins Saarland einführen zu wollen. Zwischen der Ministerpräsidentin und Michael Schweitzer entsponn sich daraufhin ein humoriges Twitter-Duell um die jeweiligen Vorzüge der benachbarten Bundesländer. Schließlich einigten Rehlinger und Schweitzer sich darauf, das rhetorische Duell auf den Sportplatz zu verlegen. Auf Einladung Rehlingers traten die beiden dann in den Disziplinen Diskuswerfen und Basketball gegeneinander an. Während Rehlinger beim Diskuswerfen von ihrer sportlichen Vergangenheit profitierte, konnte der mehr als 2,06 Meter groß gewachsene Schweitzer beim Basketball punkten. Dem Duell folgte ein inhaltlicher Austausch vor Vertreterinnen und Vertretern der Presse. Dabei trat die Umzugsprämie als Aufhänger des sportlichen Duells in den Hintergrund. Vielmehr ging es im nachfolgenden Gespräch um mögliche Synergieeffekte für die Nachbarländer Saarland und Rheinland-Pfalz. „Abseits des Sportplatzes sind Alexander Schweitzer und ich alles andere als Konkurrenten. Wir ziehen an einem Strang, weil unsere Bundesländer ähnliche wirtschaftliche Strukturen haben, aber auch viele gemeinsame Stärken. Dahinter verbirgt sich viel Potenzial für länderübergreifende Zusammenarbeit.“

Gemeinsame Projekte mit Rheinland-Pfalz hatte Rehlinger bereits in ihrer Amtszeit als Verkehrsministerin angestoßen, etwa die S-Bahn-Verbindung vom saarländischen Homburg ins rheinland-pfälzische Zweibrücken. Sie wurde im Juli 2020 beschlossen und befindet sich derzeit in der Umsetzung. Weitere grenzüberschreitende Verkehrsthemen seien ebenfalls in der Umsetzung, kündigte die Ministerpräsidentin an. Man wolle die vielfältigen Themen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur im Südwesten länderübergreifend besprechen, sagte Rehlinger, etwa bei einem Schienengipfel. „Viele Menschen pendeln täglich an vielen Stellen über die saarländisch-rheinland-pfälzische Grenze“, so Rehlinger. „Wir wollen nicht nur dafür sorgen, dass das Angebot stimmt, sondern den ÖPNV auch klimafreundlicher machen. Dazu gehört auch, grenzüberschreitende Strecken zu elektrifizieren, wie etwa die Nahestrecke. Das Thema ÖPNV bietet da viele Anknüpfungspunkte.“ Synergieeffekte sieht sie auch im grenzüberschreitenden Tourismus. „Ein touristisches Highlight, das nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Binnentourismus leistet, sondern auch Wertschöpfung in die gesamte Region rund um das nördliche Saarland und das südliche Rheinland-Pfalz bringt, ist der Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Aber auch den grenzüberschreitenden Radtourismus wollen wir gemeinsam ausweiten“, so Rehlinger.

Arbeitsminister Schweitzer hob hervor, dass beide Bundesländer ähnliche Herausforderungen zu meistern haben. „Der Wandel der Arbeitswelt betrifft uns alle – unabhängig von Ländergrenzen. Dabei ist es Rheinland-Pfalz und dem Saarland daran gelegen, Beschäftigte und Unternehmen zu unterstützen, damit sie als Gewinner aus der Transformation hervorgehen.“ Hierbei sei es das Ziel, von gegenseitigen Ansätzen zu lernen und weiter im Austausch zu bleiben. „Es geht um einen gemeinsamen Lebensraum, in dem Tausende Menschen in einem Bundesland zufrieden wohnen und jeden Tag ins andere Bundesland pendeln, wo sie zufrieden arbeiten.“ Gerade beim Erhalt von Arbeitsplätzen oder bei der Förderung von Weiterbildungen sei es wichtig, dass beide Landesregierungen an einem Strang ziehen.

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