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Rota­ry Club spen­det an das St. Ing­ber­ter Reparatur-Café

In der Werk­statt im ers­ten Stock der Orts­ver­wal­tungs­stel­le Ober­würz­bach häm­mert, klopft und zischt es laut. Kaf­fee­duft und fröh­li­ches Lachen schwin­gen durch den Raum. Im Flur war­ten Bür­ger: der eine hält einen kaput­ten Toas­ter auf den Knien, neben dem ande­ren steht ein defek­ter Bild­schirm. Eine Werk­statt in einem Ver­wal­tungs­raum? Unter dem Mot­to „Repa­rie­ren statt Weg­wer­fen“ orga­ni­siert Frank Ehrm­an­traut seit 2017 monat­lich das Repa­ra­tur-Café der Bio­sphä­ren-VHS St. Ing­bert. Etwa 50 ehren­amt­li­che Repa­ra­teu­re und Hel­fer tref­fen sich, um Kaput­tes aus den Berei­chen Näh­ar­bei­ten, Elek­tro, Fahr­rad, Com­pu­ter, Schwei­ßen, Bild­re­stau­ra­ti­on usw. zu repa­rie­ren. Neben der Arbeit wird Kaf­fee und Kuchen geges­sen, erzählt und gelacht – der per­fek­te Ort für den Aus­tausch und Gemein­schaft von Gene­ra­tio­nen und Kul­tu­ren. Nach­hal­tig­keit, sozia­les Mit­ein­an­der und bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment ste­hen hier im Mit­tel­punkt. Das Repa­ra­tur-Café finan­ziert sich durch Spen­den für die Arbei­ten, Kaf­fee und Kuchen sowie aus exter­nen Spendengeldern.

Die­ses beson­de­re Pro­jekt weck­te die Auf­merk­sam­keit des Rota­ry Club St. Ing­bert, der seit vie­len Jah­ren gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te in St. Ing­bert unter­stützt. Prä­si­dent Dr. Mar­tin Schich­tel hat für sein Amts­jahr das The­ma Umwelt und Nach­hal­tig­keit in den Fokus gerückt. Alle Rota­ri­er waren auf­ge­for­dert, sich mit den 17 Nach­hal­tig­keits­zie­len (Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals, SDG) der Ver­ein­ten Natio­nen zu beschäf­ti­gen. Aus den Pro­jekt­ar­bei­ten der Mit­glie­der wur­de u.a. das SDG 12 („Nach­hal­ti­ge Kon­sum- und Pro­duk­ti­ons­mus­ter“) und die dar­in vor­ge­schla­ge­ne Unter­stüt­zung des Repa­ra­tur-Cafés in St. Ing­bert ausgewählt.

Nach­hal­tig­keit, sozia­les Mit­ein­an­der und ehren­amt­li­ches Engagement

In die­sem Kon­text brach­te Rota­ri­er Alex­an­der Lang, Geschäfts­füh­rer des Por­sche Zen­trums Saar­brü­cken, das Repa­ra­tur-Café ins Gespräch, weil es „neben der Nach­hal­tig­keit auch die sozia­le Kom­po­nen­te bedient. Das Café hat einen ideel­len und einen mora­li­schen Effekt“, wie er betont. Lang stell­te das Pro­jekt Eber­hard Mül­ler vor, dem Prä­si­den­ten des Green­b­ur­ner e. V., eines Ver­eins Golf spie­len­der Men­schen, die Tur­nie­re orga­ni­sie­ren, um jun­ge Gol­fer an Tur­nier her­an­zu­füh­ren und Geld für sozia­le Pro­jek­te im Saar­land und in Loth­rin­gen zu sam­meln. Allen drei Betei­lig­ten, Rota­ry Club, Por­sche und Green­b­ur­ner, ist es wich­tig, sozia­le und nach­hal­ti­ge Pro­jek­te bedarfs­ge­recht zu för­dern. So ent­schie­den sie sich gemein­sam, dem Repa­ra­tur-Café St. Ing­bert in die­sem Jahr eine Spen­de von 3.000 Euro zukom­men zu lassen.

Bis­her haben die Ehren­amt­li­chen des Repa­ra­tur-Cafés ihre eige­nen Werk­zeu­ge mit nach Ober­würz­bach in die Orts­ver­wal­tungs­stel­le gebracht, wo das Pro­jekt seit Mit­te des Jah­res sein Domi­zil hat. „Das Repa­ra­tur-Café ist von Anfang an ein gro­ßer Erfolg. Nun freu­en wir uns, dass wir dank der Spen­de neue Werk­zeu­ge und Prüf­ge­rä­te anschaf­fen kön­nen“, bedan­ken sich Mari­ka Flierl, Lei­te­rin der Bio­sphä­ren-VHS St. Ing­bert, und Frank Ehrm­an­traut, päd­ago­gi­scher Mit­ar­bei­ter der VHS.

Infor­ma­tio­nen über das Repa­ra­tur-Café sowie Anmel­dung unter www.vhs-igb.de. Ansprech­part­ner ist Frank Ehrm­an­traut, Tel. 06894/13–726, oder per Mail an 

Die nächs­ten Öff­nungs­ter­mi­ne: Don­ners­tag, 15. Sep­tem­ber, 13. Okto­ber und 17. Novem­ber. Es wer­den noch Repa­ra­teu­re und Hel­fer gesucht (auch Per­so­nen, denen der Umgang mit Werk­zeu­gen nicht geheu­er ist, wer­den für die Orga­ni­sa­ti­on gebraucht). Auch Kuchen­spen­den sind willkommen.

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