Mittwoch, 5. Oktober 2022
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    Für die Grü­nen Saar ist die Ein­stu­fung der EU von Erd­gas und Atom­ener­gie als “kli­ma­freund­lich” ein Etikettenschwindel

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    Saarland Today Redaktionen

    “Weder Erd­gas noch sind kli­ma­freund­lich.” Mit die­ser kla­ren Aus­sa­ge drückt die Vor­sit­zen­de der Saar Grü­nen Uta Sul­len­ber­ger ihre kla­re Ableh­nung der Ent­schei­dung des Euro­pa­par­la­ments zur Taxo­me­trie von Erd­gas und Kern­ener­gie aus. “Des­halb muss in unse­rem Ener­gie­mix das Erd­gas schnellst­mög­lich ersetzt wer­den. Dafür brau­chen wir star­ke Anrei­ze für neue Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gien. Am Finanz­markt hin­ge­gen könn­te es nun Pro­ble­me geben, denn wer will schon in fos­si­le und ato­ma­re Gefah­ren inves­tie­ren?”, so Uta Sullenberger. 

    Der Grü­nen Vor­sit­zen­de Dr. Ralph Non­nin­ger ergänzt: “Auch Kern­kraft ist nur auf den ers­ten Blick kli­ma­freund­lich. Nicht nur durch die Pro­duk­ti­on der Anla­gen und der Vor­pro­duk­te, son­dern auch durch die unge­lös­ten Fra­gen zur Lage­rung des ato­ma­ren Gift­mülls ent­ste­hen direk­te CO2-Emmis­sio­nen.” Für den Rück­gang der kli­ma­wirk­sa­men Emmis­sio­nen hält Dr. Ralph Non­nin­ger die für ent­behr­lich. “Wir haben in Deutsch­land bewie­sen, dass ein Rück­gang von CO2-Emmis­sio­nen im Strom­sek­tor mit einem Aus­lau­fen der Atom­ener­gie mög­lich ist. Bei einem beherz­te­ren Aus­bau der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien könn­ten wir sogar schon viel wei­ter sein”, so die Ein­schät­zung von Dr. Ralph Non­nin­ger. Die der Atom­ener­gie soll­te aus Sicht von Dr. Ralph Non­nin­ger auch wegen der unkal­ku­lier­ba­ren Sicher­heits­ri­si­ken aus­lau­fen. So hät­te bis zum Beschuss des Atom­kraft­werks im ukrai­ni­schen Sapo­rischsch­ja nie­mand ernst­haft geglaubt, dass ein Atom­kraft­werk auch ein tak­ti­sches Ziel für eine Kriegs­par­tei wer­den könnte.

    Für Uta Sul­len­ber­ger und Dr. Ralph Non­nin­ger ist die Ein­stu­fung von Erd­gas und durch das Euro­pa­par­la­ment eine Fehl­ent­schei­dung. Sie täuscht ins­be­son­de­re Klein­an­le­gern völ­lig fal­sche Tat­sa­chen vor und ver­zerrt den Wett­be­werb zu wirk­lich umwelt­freund­li­chen Tech­no­lo­gien. Ins­ge­samt glau­ben sie, dass das Euro­pa­par­la­ment durch die­sen Eti­ket­ten­schwin­del dem auf Dau­er mehr scha­det als nutzt.

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