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    Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Magnus Jung zur Ände­rung der Test­ver­ord­nung des Bun­des: „Neh­men Sie die Som­mer­wel­le nicht auf die leich­te Schul­ter. Wir müs­sen alle gemein­sam die vul­nerablen Per­so­nen schützen.“

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    Saarland Today Redaktionen

    Aus­lau­fen der frei­wil­li­gen Testan­ge­bo­te an Kitas und Schulen

    Die aktu­el­le Test­ver­ord­nung des Bun­des und damit die Finan­zie­rung der bis­lang kos­ten­frei­en Bür­ger­tests für alle läuft zum 30.06.2022 aus. Der neue Ent­wurf der Test­ver­ord­nung sieht ab Sams­tag eine Kon­zen­tra­ti­on der kos­ten­lo­sen Bür­ger­tests zum Schutz vul­nerabler Grup­pen vor, wie zum Bei­spiel für den Besuch von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen oder Kran­ken­häu­sern. Dazu erklärt Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Magnus Jung heu­te in der Landespressekonferenz:

    „Wir befin­den uns mit­ten in einer Som­mer­wel­le, die wir so aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht kann­ten und unbe­dingt ernst neh­men müs­sen. Mög­li­cher­wei­se kann es für vie­le Betrie­be zu erheb­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen kom­men, wenn sich wie­der vie­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in eine Iso­la­ti­on bege­ben müs­sen. Der neue Ent­wurf der Test­ver­ord­nung hilft uns dabei, die vul­nerablen Grup­pen durch Tes­tun­gen auch wei­ter­hin gut zu schüt­zen. Das freut mich sehr.

    Wir hat­ten auf Bun­des­ebe­ne über die Gesund­heits­mi­nis­ter­kon­fe­renz sowie über öffent­li­che Auf­for­de­run­gen die poli­ti­sche Initia­ti­ve ergrif­fen und uns klar für eine Ver­län­ge­rung der Test­ver­ord­nung und damit auch für die Finan­zie­rung durch den Bund ein­ge­setzt und waren erfolgreich.

    Neben dem wich­ti­gen kos­ten­frei­en Testan­ge­bot für die Besu­che von Kran­ken­häu­sern oder Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, gibt es auch Kos­ten­über­nah­men für die Tes­tun­gen von Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die not­wen­dig sind, um das pan­de­mi­sche Gesche­hen ein­zu­däm­men — bei­spiels­wei­se bei einem posi­ti­ven Selbst­test oder für , die mit einer coro­na-infi­zier­ten Per­so­nen zusammenleben.

    Im steht wei­ter­hin ein brei­tes Testan­ge­bot zur Ver­fü­gung. Unse­re sechs lan­des­ei­ge­nen Test­zen­tren blei­ben — ein Ange­bot, das es nicht in allen Bun­des­län­dern gibt. Zudem gibt es zahl­rei­che Test­stel­len in den Kom­mu­nen und Städten.“

    Abschlie­ßend appel­liert Jung: „Mein herz­li­che Bit­te an Saar­län­de­rin­nen und ist: Neh­men sie die Som­mer­wel­le nicht auf die leich­te Wir müs­sen alle gemein­sam die vul­nerablen Per­so­nen schüt­zen. Nut­zen Sie das Testan­ge­bot, tra­gen Sie eine medi­zi­ni­sche Mas­ke und las­sen Sie sich impfen.“

    Fol­gen­de Per­so­nen­grup­pen kön­nen wei­ter kos­ten­frei getes­tet werden:

    1. Per­so­nen, die das fünf­te Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben
    2. Per­so­nen, die wegen einer medi­zi­ni­schen Kon­tra­in­di­ka­ti­on nicht gegen das Coro­na­vi­rus geimpft wer­den kön­nen oder in den letz­ten drei Mona­ten vor der Tes­tung wegen einer medi­zi­ni­schen Kon­tra­in­di­ka­ti­on nicht gegen das Coro­na­vi­rus geimpft wer­den konnten
    3. Per­so­nen, die an kli­ni­schen Stu­di­en zur Wirk­sam­keit von Impf­stof­fen gegen das Coro­na­vi­rus teil­neh­men oder in den letz­ten drei Mona­ten vor der Tes­tung an eine sol­chen Stu­di­en teil­ge­nom­men haben
    4. Per­so­nen, die sich auf­grund einer nach­ge­wie­se­nen Infek­ti­on mit dem Coro­na­vi­rus in Abson­de­rung befin­den, wenn die Tes­tung zur Been­di­gung der Abson­de­rung erfor­der­lich ist
    5. Per­so­nen in Kran­ken­häu­sern, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen u. ä. und deren Besucher
    6. Per­so­nen, die mit einer mit dem coro­na-infi­zier­ten Per­son in glei­chen Haus­halt leben oder gelebt haben und Per­so­nen, die einen posi­ti­ven Schnell­test hat­ten (bestä­ti­gen­de Diagnostik)

    Die Mög­lich­keit einer Tes­tung für 3€ gilt für Per­so­nen, die: 

    1. am sel­ben Tag eine Ver­an­stal­tung in Innen­räu­men besuchen
    2. zu einer Per­son ab 60 Jah­ren Kon­takt haben
    3. Kon­takt zu ande­ren Men­schen mit Vor­er­kran­kung haben, die ein hohes Risi­ko haben, schwer an Coro­na zu erkranken
    4. eine War­nung durch die Coro­na-Warn-App erhal­ten haben

    Im Ein­klang mit den Anpas­sun­gen der Test­ver­ord­nung des Bun­des hat sich die Lan­des­re­gie­rung im heu­ti­gen Minis­ter­rat bei der Ver­län­ge­rung der Rechts­ver­ord­nung außer­dem dar­auf ver­stän­digt, auch das frei­wil­li­ge Testan­ge­bot in Schu­len und Kitas ab dem 1. Juli 2022 zu beenden.

    Das Ein­stel­len der anlass­lo­sen Tes­tun­gen wur­de zuletzt auch von der Deut­schen Gesell­schaft für Kin­der- und Jugend­me­di­zin, der Deut­schen Gesell­schaft für päd­ia­tri­sche Infek­tio­lo­gie sowie dem Bun­des­ver­band der Kin­der- und Jugend­ärz­te in ihren gemein­sa­men Emp­feh­lun­gen vom 3. März gefor­dert. Locke­run­gen der Maß­nah­men für und Jugend­li­che soll­ten ana­log zu Locke­run­gen im gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Rah­men statt­fin­den. Das Ziel ist nun der Schutz von vul­nerablen Gruppen.

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