Freitag, 7. Oktober 2022
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    Adam Schmitt von loka­ler Agen­da und Nach­hal­tig­keit verabschiedet

    In der St. Ing­ber­ter Umwelt­po­li­tik ist Adam Schmitt schon lan­ge bekannt. Bereits 1998 war er Mit­in­itia­tor und Spre­cher der Initia­ti­ve „Loka­le Agen­da“.  Als Stadt­rats­mit­glied für „Die Grü­nen“ und Bei­geord­ne­ter für setz­te er sich zwi­schen 2004 und 2019 für die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der und die Anpas­sung an den ein. 2018 ernann­te ihn der St. Ing­ber­ter Stadt­rat zum Nachhaltigkeitsbeauftragten.

    Foto: Thomas Bastuck
    Foto: Tho­mas Bastuck 

    Es sind wirk­lich vie­le The­men, die ihm wich­tig waren und heu­te noch sind: Abwas­ser­re­ge­lung und Regen­was­ser-Ver­si­cke­rung, umwelt­ver­träg­li­che Abfall­po­li­tik, nach­hal­ti­ger Woh­nungs­bau durch Sanie­rung von Bestands­bau­ten, Stadt­be­grü­nung, aber auch lebens­wer­te Wohn­ge­bie­te und ein guter Nah­ver­kehr ste­hen unter ande­ren auf sei­ner täg­li­chen To-Do-Lis­te. So war er z. B. Mit­be­grün­der der Solar­ge­nos­sen­schaft St. Ing­bert, in deren Kon­text schon Anfang der 2000er Jah­re Solar­an­la­gen gebaut wur­den. Eine für die Stadt St. Ing­bert beson­de­re Arbeit: Gemein­sam mit Dr. Mon­zel initi­ier­te er maß­geb­lich die Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der ört­li­chen Abfall­samm­lung und damit die Grün­dung des eigen­stän­di­gen Abfall-Bewirt­schaf­tungs-Betrie­bes St. Ing­bert (ABBS), eine Erfolgs­ge­schich­te. Zudem hat er als Mit­glied im Bio­sphä­ren­ver­ein Blies­gau e.V. maß­geb­lich dazu bei­getra­gen, dass St. Ing­bert Bio­sphä­ren­stadt ist und die­ses Kon­zept auch dau­er­haft mit Leben füllt.

    „Nach­hal­tig­keit kann nur durch Ver­net­zung und gute Part­ner umge­setzt wer­den“, erklärt der 70-Jäh­ri­ge, dem man in jeder Ges­te und jedem Wort anmerkt, dass ihm das The­ma am Her­zen liegt. Dank sei­ner Arbeit bei der Lan­des­ver­wal­tung als Lei­ter des Fach­be­reichs Gewäs­ser­öko­lo­gie, der Mit­ar­beit im saar­län­di­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um und in zahl­rei­chen Umwelt­gre­mi­en sowie vie­len wei­te­ren teils ehren­amt­li­chen Funk­tio­nen im Bereich Umwelt­schutz, kennt er vie­le Ideen­ge­ber, Initia­to­ren, Draht­zie­her und Ent­schei­dungs­trä­ger. „Ich bin ein her­ber Mensch und manch­mal ecke ich an“, sagt er über sich selbst, „doch Ver­än­de­run­gen kann man nur bewir­ken, wenn man die ein biss­chen pro­vo­ziert und hart­nä­ckig bleibt.“ Als Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­ter für St. Ing­bert ist er nun aus­ge­schie­den, weil er zum Spre­cher der Regio­nal­grup­pe Blies­gau des Bun­des für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND) ernannt wur­de, ein Amt, das er in Zukunft mit viel Moti­va­ti­on, Kraft und Lei­den­schaft aus­üben möch­te. Gleich­zei­tig soll aber auch noch genug Zeit für die Fami­lie und die Enkel­kin­der blei­ben – das ist ihm sehr wich­tig. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ulli Mey­er bedankt sich bei Adam Schmitt für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment mit einem Geschenk­korb aus dem Welt­la­den St. Ing­bert: „Sie haben sehr viel dazu bei­getra­gen, dass St. Ing­bert den Struk­tur­wan­del gut hin­be­kom­men hat und als Stadt am Tor der Bio­sphä­re nach­hal­tig han­delt und plant. Die­ses beson­de­re Nach­hal­tig­keits­be­wusst­sein zeich­net St. Ing­bert als attrak­ti­ve Stadt aus.”

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