Dienstag, 4. Oktober 2022
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    Pro­jekt Bie­nen­wei­de an Ott­wei­ler Grund­schu­len läuft an

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    Saarland Today Redaktionen

    Das Inter­es­se für die Natur wird geweckt – Pro­jek­te in Ver­bin­dung mit dem Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein Zie­gel­hüt­te und wei­te­ren Part­nern sind erfolgreich

    der Klas­sen­stu­fen 3 der bei­den Leh­besch und Neu­müns­ter haben das Ange­bot genutzt, gemein­sam mit ihren Leh­re­rin­nen mehr über die Natur zu erfah­ren. Aktu­ell leg­ten sie mit Klaus Neh­ren vom Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein Zie­gel­hüt­te eine Bie­nen­wei­de an.
    Klaus Neh­ren: „Die sind mit Begeis­te­rung dabei.“
    Das Werk­zeug und das Zube­hör lagen an der Grund­schu­le Neu­müns­ter schon bereit. Das Erd­reich war vor­be­rei­tet. Die Ein­saat für die Bie­nen­wei­de begann, und die fan­den Spaß dar­an. Es war eini­ges zu beach­ten. Das Saat­gut muss­te zunächst gemischt wer­den. Schließ­lich war es gleich­mä­ßig auf dem Boden zu ver­tei­len und anzu­drü­cken. Gieß­kan­nen stan­den bereit. Klaus Neh­ren: „Denn ohne reich­lich Was­ser wird es kei­ne Blü­te geben.“ Auf die Hin­ter­grün­de und Zusam­men­hän­ge der Akti­on ging er schließ­lich im Detail ein, auf die Natur­kreis­läu­fe, die Bedeu­tung von Bie­nen und Insek­ten und auf Vie­les mehr.
    Ehren­amt­lich enga­gier­te Mit­glie­der des Obst- und Gar­ten­bau­ver­eins -Zie­gel­hüt­te sowie des Bie­nen­zucht­ver­eins und ande­re ermög­lich­ten die Teil­ha­be an Mit­ma­ch­an­ge­bo­ten. Der Auf­takt für das Schul­pro­jekt mit dem Titel: „Von der Blü­te zur Bestäu­bung zur Frucht zum Pro­dukt“ fand bereits in der Grund­schu­le Neu­müns­ter sowie dann in der Grund­schu­le Leh­besch statt.

    Die Kinder mischten das Saatgut für die Bienenweide. Text/Foto: © Ralf Hoffmann
    Die Kin­der misch­ten das Saat­gut für die Bie­nen­wei­de. Text/Foto: © Ralf Hoffmann 


    Unter ande­rem die Bank 1 Saar, die Spar­kas­se und das Jugend­bü­ro der Stadt Ott­wei­ler unter­stüt­zen als Spon­so­ren und wei­te­re Part­ner das Pro­jekt mit. Als Spon­sor neu dabei ist der Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein der Stadt Ott­wei­ler. Die Vor­sit­zen­de Mari­on Strem­pel beglei­te­te die Anla­ge der Bie­nen­wei­de: „Ich habe mich mit den wei­te­ren Vor­sit­zen­den Bri­git­te Meis­ter und Ralf Hoff­mann sowie mit dem Vor­stand abge­stimmt. Alle fan­den es toll, was der Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein Zie­gel­hüt­te mit den Kin­dern angeht.“
    Pro­jekt­lei­ter Klaus Neh­ren infor­mier­te vor eini­ger Zeit in den Schu­len über die natur­kund­li­chen Lern­stun­den. In bei­den haben die Kin­der die Lern­bro­schü­re „Bie­nen und die Honig­for­scher“ mit dem Begleit­heft „Mein kun­ter­bun­tes Bie­nen­mal­buch“ erhal­ten. Die­se Nut­zung der Druck­schrif­ten geht mit der Ver­mitt­lung wei­te­rer Grund­la­gen im Sach­kun­de­un­ter­richt ein­her. Im nächs­ten Schritt wur­den die Schü­ler von Mit­glie­dern des Bie­nen­zucht­ver­eins Ott­wei­ler anhand von Fil­men und Anschau­ungs­ma­te­ri­al infor­miert. Ein Schul­aus­flug führ­te die Kin­der zur Obst­plan­ta­ge Scher­schel nach Brei­ten­bach. Dort ging es um die Rol­le von Insek­ten und Bie­nen in der Natur und in der Blü­te. Nach einem Früh­stück tra­ten die Schü­ler mit einer Lupen­do­se zur Insek­ten­jagd an. Die Insek­ten durf­ten sie in Ruhe beob­ach­ten und im Anschluss wie­der frei­las­sen. Im Umfeld der jewei­li­gen Grund­schu­le soll­te ein wei­te­rer Grund­stein gelegt wer­den, um die Kin­der für die hei­mi­sche Natur zu begeis­tern. Sie über­nah­men auch die Ver­ant­wor­tung für Blu­men­wie­sen. Das war nun der Fall.
    Ein Schul­wan­der­tag im Herbst steht schließ­lich im Zei­chen des Apfels. Auf einer aus­ge­such­ten Streu­obst­wie­se wer­den Äpfel geern­tet. Die­se wer­den von den frei­wil­li­gen Hel­fern des Obst- und Gar­ten­bau­ver­eins in die ver­eins­ei­ge­ne Kel­ter trans­por­tiert und gemein­sam mit den Schü­lern gekel­tert wer­den. Den Apfel­saft, der in Fünf-Liter-Bags abge­füllt wird, stellt der Ver­ein den Schü­lern zur Ver­fü­gung. Eine Rest­men­ge erhält der jewei­li­ge Schul­för­der­ver­ein zum Ver­kauf.
    Das Pro­jekt, das bereits im ver­gan­ge­nen Jahr mit gro­ßem Erfolg durch­ge­führt wur­de, beginnt in Klas­sen­stu­fe 3 und endet in Klas­sen­stu­fe 4, damit das Pro­jekt schul­jah­res­über­grei­fend von den glei­chen Kin­dern umge­setzt wer­den kann.

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