Mittwoch, 6. Juli 2022
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Foto: © Stadt Saarbrücken

Johanneskirche – Neuer Aufenthaltsort für Menschen mit multiplen Problemlagen geplant – Kirchgarten wird wieder geöffnet

Die Saarbahn-Fahrgastunterstände an der Johanneskirche in Fahrtrichtung Lebach werden durch moderne ersetzt. Am Samstag, 7. Mai, wird die Saarbahn die alten Unterstände abbauen. Der Samstag wurde gewählt, da der Abbau und Abtransport der alten Unterstände laut Betriebs- und Bauanweisungen (Betra) der Saarbahn nur in Zugpausen erfolgen darf und diese am Wochenende länger als werktags sind.

Ab Montag, 9. Mai, wird die Firma Wall dort zwei moderne Fahrgastunterstände errichten – vergleichbar mit jenen an der Bushaltestelle am Rathaus St. Johann in der Betzenstraße. Wall übernimmt die Kosten für die Herstellung und Errichtung der Unterstände. Die Arbeiten an den neuen Fahrgastunterständen werden inklusive Tiefbau und Fundamentherstellung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Basis ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen Wall und Landeshauptstadt.

Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Das Umfeld der Johanneskirche soll wieder ein sicherer Ort für alle Menschen werden. Nach Erfahrungen aus 25 Jahren, in denen die Fahrgastunterstände regelmäßig zweckentfremdet genutzt werden und es Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum gibt, wird die Saarbahn nun die Fahrgastunterstände ersetzen. Das Ziel ist, dass die Haltestelle ein sicherer Ort für die Fahrgäste und das Umfeld der Kirche ein sicherer Ort für alle Menschen wird. Wie auch den Medien regelmäßig zu entnehmen war, gibt es eine Vielzahl von Beschwerden von Anrainern und Saarbahn-Kunden über die Zustände an der Johanneskirche. Für die Menschen, die sich bislang und zum Teil sicherlich auch in Zukunft dort aufhalten, haben wir zahlreiche Sozialangebote in der Stadt und wir werden zusätzliche Angebote an einem neuen Ausweichstandort schaffen. Mir ist es wichtig zu betonen, wir drängen niemanden aus dem öffentlichen Raum, auch die Menschen, die sich heute dort aufhalten, sind und bleiben Teil unserer Stadt und haben ein Recht auf ihren Platz, aber es muss im Interesse aller Menschen so gestaltet werden, dass Nutzungskonflikte minimiert werden“, erklärt Uwe Conradt, der die betroffenen Personen vor Ort persönlich informiert hat.

Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger: „Nach 25 Jahren sind die Unterstände sanierungsbedürftig, sie weisen einen hohen Pflegeaufwand auf. Es ist an der Zeit, diese durch moderne Unterstände zu ersetzen. Das tun wir jetzt. Zudem wissen wir von vielen Kunden, dass sie die Situation an der Haltestelle Johanneskirche verängstigt und sie diese daher sogar meiden. Wir hoffen, dass wir das Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste dadurch erhöhen können.“

Als Stadt habe man Verantwortung für alle Menschen, die sich um die Johanneskirche aufhalten: Anwohner, Saarbahn-Kunden und Besucher der Innenstadt. „Unter Abwägung der verschiedenen Interessen haben wir uns für diesen Schritt entschieden“, sagte der Oberbürgermeister.

Stadt wird sozialer Verantwortung gerecht und schafft attraktives Alternativangebot

„Wir planen einen neuen Aufenthaltsort mit angemessener sozialer Betreuungsstruktur für Menschen mit multiplen Problemlagen in Innenstadtnähe. Dieser soll mit einer Toilettenanlage ausgestattet werden. Zudem soll der Platz begrünt und für das Angebot von verschiedenen Freizeitaktivitäten vorbereitet werden“, sagt Uwe Conradt.

Kirchgarten wird wieder geöffnet

Mit der evangelischen Kirchengemeinde hatte der Oberbürgermeister die Maßnahmen vorab erörtert. Sie befürwortet diese und hat angekündigt, zusätzlich den Kirchgarten an der Johanneskirche wieder von Montag bis Freitag zu öffnen und der Allgemeinheit als Aufenthaltsort zugänglich zu machen.   

Die Landeshauptstadt hatte in den zurückliegenden Jahren mit verschiedenen Maßnahmen versucht, den Konflikt zu entschärfen. So wurde bereits im Jahr 2015 in der Johannisstraße an der Ecke zur Richard-Wagner-Straße ein Ausweichplatz eingerichtet. Dieser sollte für die Menschen mit multiplen Problemlagen einen alternativen Aufenthaltsort bieten. Das Umfeld der Johanneskirche wird inzwischen von der Polizei im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft mit der Stadt videoüberwacht. Es besteht jedoch weiterhin eine Beschwerdelage aufgrund von Nutzungskonflikten, weshalb dieser nächste Schritt auch gegangen wird.

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